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RÜCKEN- ODER NERVENSCHMERZEN?

Neurochirurgie und Wirbelsäulentherapie

Rückenschmerzen, Taubheitsgefühle, Kraftverlust oder Lähmung? - Präzise Diagnostik, differenzierte Therapie.

Dr. Tanyo Hristov ist auf Wirbelsäulenchirurgie spezialisiert und zählt zu den erfahrenen Operateuren im Einsatz von Bandscheibenprothesen – einer bewegungserhaltenden Alternative zur Versteifungsoperation, die in geeigneten Fällen zum Einsatz kommen kann.

Rückenschmerzen, Taubheitsgefühle, Kraftverlust oder neuropathische Schmerzen können unterschiedliche Ursachen haben. Am Beginn steht ein ausführliches Gespräch über Ihre Beschwerden, Ihre Vorgeschichte und Ihre aktuelle Lebenssituation. Ergänzt durch eine sorgfältige klinische Untersuchung und die Auswertung vorhandener Befunde erfassen wir Ihre Situation umfassend, um ein individuell abgestimmtes Therapiekonzept zu entwickeln.

Wir behandeln alle Erkrankungen der Wirbelsäule, wie Bandscheibenvorfälle, Spinalkanalstenosen, Instabilitäten, Wirbelbrüche, Skoliosen oder Wirbelgleiten, der peripheren Nerven und des zentralen Nervensystems – über Engpasssyndrome, neuropathische Schmerzen (Nervenschmerzen), bis hin zu neurodegenerativen Erkrankungen. Auch andere komplexe neurochirurgische Krankheitsbilder wie Hirntumoren oder Aneurysmen werden fachärztlich eingeordnet und hinsichtlich des weiteren Vorgehens beurteilt.

Vor einem operativen Eingriff werden konservative Maßnahmen konsequent ausgeschöpft. Dazu gehören die gezielte Koordination von Physiotherapie oder Osteopathie sowie moderne Injektionstherapien wie periradikuläre Therapien (PRT), epidurale Umflutungen, Facetten- und ISG-Infiltrationen oder intradiskale Verfahren bei bandscheibenbedingten Schmerzen.

Ist eine Operation medizinisch erforderlich, erfolgen mikrochirurgische oder vollendoskopische Eingriffe mit dem Ziel, Nervenstrukturen zu entlasten und Stabilität wiederherzustellen. Bei Instabilitäten kommen differenzierte Fusions- und Stabilisationstechniken zum Einsatz. Ergänzend stehen spezialisierte schmerztherapeutische Verfahren wie Rückenmarksstimulation, Morphinpumpenimplantation oder minimalinvasive Stabilisationstechniken zur Verfügung. Unser Leistungsspektrum der peripheren Nervenchirurgie umfasst u.a. die operative Behandlung des Nervus medianus, N. ulnaris und N. peroneus.

Ziel ist eine fachlich fundierte Entscheidung und eine Therapie, die strukturelle Stabilität und funktionelle Lebensqualität möglichst langfristig sichert.

Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps)

Bandscheiben wirken als elastische Stoßdämpfer zwischen den Wirbelkörpern und ermöglichen die Beweglichkeit der Wirbelsäule. Bei einem Bandscheibenvorfall tritt Gewebe aus dem Bandscheibenkern aus und kann auf Nerven oder das Rückenmark drücken. Typische Beschwerden sind starke Rücken- oder Beinschmerzen, Taubheitsgefühle oder Muskelschwäche; selten können auch Blasen- oder Darmstörungen auftreten. In vielen Fällen lassen sich die Beschwerden zunächst konservativ behandeln, etwa durch Schmerztherapie, entzündungshemmende Medikamente, gezielte Infiltrationen (z. B. PRT) oder Physiotherapie. Ob eine Operation sinnvoll ist, hängt vom individuellen Befund und möglichen neurologischen Ausfällen ab. Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen oder Nervenstrukturen deutlich beeinträchtigt sind, können minimal-invasive operative Verfahren in Betracht kommen. Wir beraten Sie hierzu individuell und besprechen gemeinsam die für Sie passende Behandlungsstrategie.

Einengung des Rückenmarkskanals (Spinalkanalstenose)

Eine Spinalkanalstenose bezeichnet eine Einengung des Wirbelkanals, in dem Rückenmark und Spinalnerven verlaufen. Häufig entsteht sie durch alters- oder verschleißbedingte Veränderungen der Wirbelsäule, etwa Bandscheibenabnutzung, knöcherne Anbauten, Arthrose der Wirbelgelenke, verdickte Bänder oder ein leichtes Wirbelgleiten. Am häufigsten tritt die Stenose im Bereich der Lendenwirbelsäule auf, kann aber auch die Halswirbelsäule betreffen. Durch die Einengung geraten Nervenstrukturen unter Druck. Typische Beschwerden sind belastungsabhängige Rücken- oder Beinschmerzen, Taubheitsgefühle sowie Schwierigkeiten beim Gehen oder längeren Stehen. Die Behandlung richtet sich nach Ausprägung der Beschwerden und den Befunden der Bildgebung. Häufig werden zunächst konservative Maßnahmen wie Schmerztherapie oder Physiotherapie eingesetzt. Bei ausgeprägter Nervenkompression kann eine operative Entlastung sinnvoll sein. Wir beraten Sie hierzu ausführlich und individuell.

Wirbelbruch (Frakturen)

Ein Wirbelbruch liegt vor, wenn ein oder mehrere Wirbelkörper beschädigt oder gebrochen sind. Ursache können Unfälle, Stürze oder Verkehrsunfälle sein. Häufig entstehen solche Frakturen jedoch auch infolge einer verminderten Knochenstabilität, etwa bei Osteoporose. Die Behandlung richtet sich nach Art der Fraktur, ihrer Stabilität und den Beschwerden. In vielen Fällen kommen zunächst konservative Maßnahmen infrage, beispielsweise Schmerztherapie, eine stabilisierende Orthese und physiotherapeutische Begleitung. Bei instabilen Frakturen oder anhaltenden Beschwerden können auch operative Verfahren notwendig sein. Dabei kann eine Stabilisierung der Wirbelkörper, beispielsweise mit Knochenzement oder Implantaten, erwogen werden. Ergänzend beraten wir Sie gern zur Diagnostik und Behandlung einer möglichen Osteoporose, um das Risiko weiterer Frakturen zu reduzieren und die Knochengesundheit langfristig zu unterstützen.

Wirbelgleiten (Spondylolisthesis)

Beim Wirbelgleiten verschiebt sich ein Wirbelkörper gegenüber dem benachbarten Wirbel. Ursache sind meist verschleißbedingte Veränderungen der Wirbelsäule, seltener angeboren oder in der Jugend erworben. Durch den Versatz können Nervenstrukturen gereizt oder eingeengt werden. Typische Beschwerden sind lokale Schmerzen, ausstrahlende Schmerzen sowie Bewegungseinschränkungen.

Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Verschiebung und den individuellen Beschwerden. Häufig werden zunächst konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, Stabilisation der Rumpfmuskulatur und Schmerztherapie eingesetzt. Bei ausgeprägter Instabilität oder anhaltenden Beschwerden kann auch eine operative Behandlung infrage kommen. Klassisch erfolgt eine stabilisierende Versteifungsoperation (Spondylodese). In unserer Praxis prüfen wir sorgfältig, welche Behandlungsoption im individuellen Fall sinnvoll ist und informieren Sie auch über mögliche Alternativen zur Versteifung.

Skoliose (Fehlstellung der Wirbelsäule)

Eine Skoliose ist eine dreidimensionale Verkrümmung der Wirbelsäule, bei der sich die Wirbel seitlich neigen und gleichzeitig verdrehen. Diese Fehlstellung kann angeboren sein, sich im Kindes- oder Jugendalter entwickeln oder auch erst im Erwachsenenalter entstehen. Je nach Ausprägung kann eine Skoliose Haltungsveränderungen, kosmetische Auffälligkeiten oder funktionelle Beschwerden verursachen. Im Erwachsenenalter treten häufig auch Rückenschmerzen oder Bewegungseinschränkungen auf. Die Behandlung richtet sich nach Ursache, Alter und Stärke der Krümmung. In vielen Fällen stehen zunächst konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, gezielte Übungen oder orthopädische Hilfsmittel im Vordergrund. Bei stärker ausgeprägten Fehlstellungen oder fortschreitender Verkrümmung kann auch eine operative Korrektur in Betracht gezogen werden. Wir beraten Sie hierzu individuell und besprechen gemeinsam die geeigneten Behandlungsoptionen.

Infektion von Wirbelsäule und Bandscheiben (Spondylodiszitis)

Eine Spondylodiszitis ist eine Infektion der Wirbelsäule, bei der sowohl Wirbelkörper als auch Bandscheiben betroffen sein können. Häufig wird sie durch Bakterien verursacht, seltener durch Tuberkulose-Erreger oder Pilze. Die Erkrankung tritt vor allem im höheren Lebensalter auf und betrifft häufig die Brust- oder Lendenwirbelsäule. Risikofaktoren können unter anderem Diabetes, ein geschwächtes Immunsystem, frühere Infektionen oder medizinische Eingriffe sein. Typische Beschwerden sind Rückenschmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit, Fieber oder allgemeines Krankheitsgefühl. Unbehandelt kann es zu schwerwiegenden Komplikationen wie neurologischen Ausfällen oder einer Blutvergiftung (Sepsis) kommen. Die Behandlung erfolgt meist über mehrere Wochen mit gezielten Antibiotika. Je nach Verlauf können zusätzlich stabilisierende Maßnahmen oder operative Eingriffe erforderlich sein. Eine frühzeitige Diagnostik ist dabei entscheidend.

Entzündliche Wirbelsäulenerkrankungen (Spondyloarthritiden)

Nicht-infektiöse Entzündungen der Wirbelsäule umfassen eine Gruppe chronisch - entzündlicher Erkrankungen, die Bänder, Wirbelgelenke und die Iliosakralgelenke betreffen können. Häufig stehen sie im Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen, etwa chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Schuppenflechte (Psoriasis), reaktiver Arthritis oder rheumatischen Erkrankungen. Typische Beschwerden sind chronische Rückenschmerzen, Morgensteifigkeit und eine zunehmende Einschränkung der Beweglichkeit. Für eine gezielte Behandlung ist eine sorgfältige Diagnostik wichtig. In unserer Praxis nutzen wir erweiterte Labordiagnostik sowie bildgebende Verfahren, um entzündliche Prozesse besser einordnen zu können. Die Therapie richtet sich nach Ursache und Ausprägung der Erkrankung und kann medikamentöse, funktionelle und unterstützende Maßnahmen umfassen. Ziel ist es, Entzündungen zu kontrollieren und die Beweglichkeit möglichst lange zu erhalten.

Tumoren der Wirbelsäule und des Rückenmarks

Tumoren der Wirbelsäule oder des Rückenmarks sind Gewebeveränderungen, die von den Wirbeln, den Nerven, den Rückenmarkshäuten oder dem Rückenmark selbst ausgehen können. Neben gutartigen und bösartigen Primärtumoren finden sich in der Wirbelsäule häufig auch Metastasen, also Absiedlungen von Tumoren aus anderen Organen. Je nach Lage und Ausdehnung können Beschwerden wie Rückenschmerzen, neurologische Ausfälle, Sensibilitätsstörungen oder eine verminderte Stabilität der Wirbelsäule auftreten. Für die weitere Behandlung ist eine präzise Diagnostik entscheidend. Dabei berücksichtigen wir sowohl mögliche Grunderkrankungen als auch die individuelle gesundheitliche Situation. Auf dieser Grundlage besprechen wir gemeinsam mit Ihnen die möglichen Therapieoptionen und entwickeln eine medizinisch sinnvolle, individuell angepasste Behandlungsstrategie.

Instabilitäten der Halswirbelsäule (Kraniozervikale Instabilität)

Instabilitäten der Halswirbelsäule, insbesondere im kraniozervikalen Übergang (Übergang Schädel–HWS) und im atlantoaxialen Bereich (C1/C2), können eine häufig übersehene Ursache für anhaltende Beschwerden sein. Bereits geringe Veränderungen in dieser sensiblen Region können das Zusammenspiel von Nervensystem, Muskulatur und Durchblutung beeinflussen.

Symptome sind chronische Nacken- und Kopfschmerzen, Sehstörungen, Schwindel, Übelkeit, Konzentrationsstörungen oder geistige Erschöpfung („Brain Fog“). In ausgeprägten Fällen können auch Durchblutungsstörungen oder neurologische Ausfälle auftreten. Da funktionelle Instabilitäten im Röntgen oder MRT nicht immer sichtbar sind, bleibt die Ursache oft lange unerkannt. Ursachen können angeborene Bindegewebsschwächen, chronisch-entzündliche Erkrankungen, frühere Verletzungen und Unfälle sein.

Die Behandlung basiert auf einer sorgfältigen Diagnostik und einem individuell abgestimmten Therapiekonzept. Dazu zählen neurophysiologische Verfahren, stoffwechselorientierte Ansätze zur Unterstützung der mitochondrialen Funktion sowie – bei ausgeprägter struktureller Instabilität – stabilisierende operative Maßnahmen. Ziel ist, die Alltagsbelastbarkeit zu unterstützen, Beschwerden zu lindern und Patient:innen mehr Sicherheit im Alltag zu geben.

Wirbelsäulenverschleiß (Spondylose)

Degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule entstehen meist durch alters- oder belastungsbedingte Veränderungen der Bandscheiben, Wirbelgelenke und Bänder. Zu diesem Formenkreis zählen unter anderem Bandscheibenvorfälle, Arthrosen der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke), Wirbelgleiten sowie Spinalkanalstenosen. Häufig beginnen die Veränderungen in den Bandscheiben, die mit der Zeit an Elastizität und Höhe verlieren. Dadurch steigt die Belastung der Facettengelenke, wodurch sich eine sogenannte Spondylarthrose entwickeln kann. Verdickte Bänder, vergröberte Gelenkstrukturen oder kleine Zysten können den Wirbelkanal zusätzlich einengen. Diese Veränderungen können Rückenschmerzen, Bewegungseinschränkungen oder Nervenkompressionen verursachen. Mögliche Folgen sind Radikulopathien (ausstrahlende Nervenschmerzen), ein Facettensyndrom oder eine Spinalkanalstenose. In vielen Fällen lassen sich Beschwerden zunächst durch konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, gezielte Bewegung und Schmerztherapie behandeln. Bei anhaltenden Beschwerden oder neurologischen Ausfällen kann auch eine operative Behandlung sinnvoll sein – mit dem Ziel, Stabilität, Beweglichkeit und Lebensqualität zu erhalten.

weitere Behandlungsbereiche

Häufig gestellte Fragen

Weitere Antworten finden Sie in unseren FAQs. Bei offenen Fragen kontaktieren Sie uns gerne.

Wann darf ich nach einer Bandscheiben-OP wieder Auto fahren oder reisen?

Dies ist individuell und abhängig von der OP-Technik. Ein generelles Reiseverbot besteht nicht, sofern Sitzposition, regelmäßige Positionswechsel, Medikamenteneinnahme sowie eine abgeschlossene Wundheilung berücksichtigt werden. Vom selbstständigen Autofahren raten wir in der Regel für vier bis sechs Wochen ab, auch aus versicherungstechnischen Gründen. Hierzu beraten wir Sie selbstverständlich individuell.

Ist eine Bandscheibenprothese auch für Sportler:innen geeignet?

Ja, die Bandscheibenprothese kann insbesondere für sportlich aktive Patient:innen eine geeignete operative Option sein, da die natürliche Dynamik der Wirbelsäule erhalten bleibt. Gerade für Sportler:innen stellt sie daher eine moderne und leistungsorientierte Therapieoption dar. Ob dieses Verfahren geeignet ist, hängt jedoch vom individuellen Befund, der Stabilität des Segments und den sportlichen Anforderungen ab. Die Entscheidung erfolgt stets auf Grundlage einer präzisen, fachärztlichen Diagnostik.

Wie lange bin ich nach einer Wirbelsäulen-OP krankgeschrieben?

Die Dauer der Krankschreibung nach einer Wirbelsäulenoperation ist individuell und hängt vom Ausmaß der Operation, der angewandten OP-Technik, dem präoperativen Zustand, einer möglichen Rehabilitationsnotwendigkeit sowie von den beruflichen Anforderungen ab. In der Regel beträgt die Krankschreibung zwischen zwei und sechs Wochen. Bei überwiegend sitzenden Tätigkeiten im Büro oder im Homeoffice ist eine Rückkehr häufig bereits nach zwei bis vier Wochen möglich, vorausgesetzt regelmäßige Positionswechsel können eingehalten werden. Bei körperlich anspruchsvollen oder belastenden Tätigkeiten ist meist eine längere Schonungs- und Erholungsphase erforderlich, sodass hier mit einer Krankschreibung von vier bis sechs Wochen zu rechnen ist. Nach versteifenden Wirbelsäulenoperationen (Spondylodese) ist in der Regel eine deutlich längere Ausfallzeit notwendig. Je nach individueller Situation kann die Krankschreibung hier zwischen drei und sechs Monaten betragen. Die genaue Dauer legen wir stets individuell und in enger Abstimmung mit Ihnen und Ihrem gesundheitlichen Zustand fest.

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